Landesverband auf gutem Weg zum überzeugenden Vertreter von Anglerinteressen

Die am Sonnabend durchgeführte Mitgliederversammlung in den Magdeburger Messehallen gehört mit dem anschließenden Messebesuch wohl zu den beliebteren Veranstaltungen dieser Art. Nach intensiver Arbeit zum Wohle des Verbandes ist der anschließende Blick in das riesige Arsenal der Weiterentwicklungen unseres Kulturgutes, der Angelfischerei, eine gern angenommene Abwechslung im Vereinsalltag.

Doch ehe es soweit war, wurden erst einmal die notwendigen Arbeitsgremien bestimmt, die Ordnungen beschlossen und das Werk der im Berichtszeitraum von uns gegangenen Mitglieder mit einem ehrenden Gedenken gewürdigt.

Im Anschluss informierte Herr Martin Knust über den aktuellen Stand bei der Einführung des elektronischen Gewässerverzeichnisses. Mit vollständiger Inbetriebnahme verfügen wir künftig über ein zeitgemäßes Instrument, dass nicht nur bei der Planung und Verwaltung, sondern auch für den rechtssicheren Aufenthalt am Angelgewässer hilfreich ist.

      

Bild links Herr Knust spricht zum digitalen Gewässerverzeichnis; Bild rechts Frau RA van der Molen-Stolze zur Normenkontrolle bei der NATURA 2000 LVO

Mit großer Aufmerksamkeit wurden die Ausführungen unsere Fachanwältin, Frau van der Molen-Stolze, zum Normenkontrollverfahren „Natura 2000“ verfolgt. Der Entschluss des Präsidiums in das Normenkontrollverfahren einzutreten, stützt sich dabei auf das breite Verlangen der Vereine, gefühlte Ungleichbehandlungen durch die VO, auf Einhaltung von Rechtsnormen überprüfen zu lassen. Die endgültige Fassung der Klage wird allen Vorständen nach Fertigstellung zugänglich gemacht.

Ehe sich der inhaltlichen Arbeit zugewandt wurde, stand die Ehrung verdienter Verbandsfunktionäre auf der Tagesordnung. Unter dem Beifall der Delegierten wurden dem Angelfreund Werner Auerbach die Ehrennadel in Gold, den Angelfreunden Maik Schumer, Lothar Bohling und Günter Dietrich die Ehrenplakette verliehen und Angelfreund Volker Tuchel mit dem Eintrag in das Ehrenbuch ausgezeichnet. Der AV „Ellernteich“ Reinstedt erhielt den Ehrentitel „Verdienter Verein des LAV“.

Mit Interesse wurde der vorgelegte Bericht studiert, ist er nicht nur Spiegelbild, sondern zugleich Ausblick der geleisteten als auch noch zu leistender Arbeit. Die Feststellung des Präsidiums, dass es „in komplizierter Zeit mit einem sich immer schneller drehenden Karussell der Ereignisse uns gelungen ist, den Verband auf Kurs zu halten und entgegen der Fliehkräfte zu einem kraftvollen Zentrum der Interessenvertretung zu entwickeln“, beschreibt dabei sehr anschaulich die klare Positionierung des Verbandes. Neben der eindeutigen Zustandsbeschreibung, skizziert die Formulierung auch Gefahren für eine, auf lange Sicht erfolgreich Vertretung von Anglerinteressen.

Massenhaftes regionales Engagement zeigt sich erneut in den erbrachten Leistungen unserer Vereine zur Beseitigung und Überwindung der Schäden an Gewässer und Fischbestände in Folge von langanhaltender Trockenheit. Mit der öffentlichen Berichterstattung wuchs einhergehend die gesellschaftliche Anerkennung unseres Engagements.

Neben den vielen positiven Zeichen, war wohl der Besuch unseres Ministerpräsidenten, Dr. Reiner Haseloff, im Jugendlager in Zerbst dafür sinnbildlich. Als ein besonderer Höhepunkt im Verbandsleben gab er wohl den Autoren Anlass zur Feststellung im Bericht: „Gemeinsam haben wir es geschafft, dass der Landesanglerverband auch auf politischer Ebene in unserem Bundesland anders wahrgenommen wird.“

Untermauert wurde diese Feststellung unter anderem durch den neuerlichen Antrag der Linken im Landtag zur finanziellen Unterstützung unserer Vereine, den vielfältigen Gesprächsterminen mit allen Fraktionen im Landtag, oder vieler Treffen mit Kommunalpolitikern in den Regionen.

Blick in den Versammlungssaal

An prägnanter Stelle im Bericht wurde der Umgang in sozialen Medien für die Außendarstellung der Vereine und des einzelnen Mitgliedes angesprochen. Verantwortungsvoller Umgang schließt Sorgfalt und Weitsicht beim Umgang mit Meldungen ein. Künftig sollten Faktenkenntnis, Sachverstand und Respekt den Umgang untereinander und gegenüber anderen bestimmen.

Mit Blick auf den ablaufenden Veranstaltungskalender konnte eine überwiegend positive Bilanz gezogen werden. Die praktizierte unverzügliche Auswertung ermöglicht, bewährte Formen sofort im nachfolgenden Veranstaltungskalender festzuschreiben und zeitnah zu veröffentlichen.

Einen breiten Raum im Bericht nahm die Qualifizierung der Jugendarbeit ein. Neben der Erweiterung des „Werkzeugkastens“ zur Unterstützung der Vereine, stellt der Erwerb der Jugendleiter (in) Card einen wichtigen Qualitätsbaustein dar. Termine wurden vorgeschlagen, jetzt sollte der Lehrgang auch ausgelastet werden.

Neben gleichlautenden Aussagen unserer Fachanwältin fasst der Bericht unsere Erfolgschancen im Normenkontrollverfahren zur NATURA Landesverordnung in dem Credo zusammen:  „Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren“. Sollte Bertolt Brecht unser Tun verfolgen, könnte ich ihn mir gut mit einem aufmunternden Lächeln im Gesicht vorstellen.

Gleichfalls widmete der Bericht sich dem weiteren Umgang mit der Tierrechtsorganisation PETA. Dabei kam man nicht umhin, dem Verband eine unzureichende Kampagnenfähigkeit zu attestieren. Die mangelnde Unterstützung bei der Zeichnung der Petition des Bundesverbandes reicht dabei vom einfachen Mitglied bis zum Vorstand auf allen Ebenen. Das zu ändern gehört auch zur Zukunftsfähigkeit.

Verbandsorganisatorische Maßnahmen folgten.

Neben Informationen zu einzelnen Positionen des Haushaltsplan 2019, wie der Anschaffung eines Truxor, der Bestellung von Quartalsmarken, bis hin zu Austauschangelberechtigungen, wurden auch Personalfragen erläutert. Zentral war dabei die erneute Besetzung der Stelle des Geschäftsführers ab 01.01.2020, da Herr Kabel aus familiären Gründen leider uns nicht mehr zur Verfügung steht. Ihm wurde für seine geleistete Arbeit und sein Engagement herzlich gedankt.

Mit Blick auf die kommende Wahlperiode wurde darum gebeten, geeignete Vorschläge für das Präsidium einzubringen.  In Zusammenarbeit mit dem IfB in Potsdam erging der Aufruf, die Wissenschaft bei der Lokalisierung der Ausbreitung von Grundeln, Wolgazander und Wollhandkrabben zu unterstützen, beruht doch ein wirksames Management auf einer exakten Datenkenntnis.

Die anschließende rege Diskussion war von Sachlichkeit geprägt. Neben Hinweisen zur Einhaltung der Auszeichnungsordnung, wurden auch Unklarheiten zum Angelkartenaustausch mit Thüringen angesprochen. Unterstützende Worten gab es zur Überprüfung der NATURA Landesverordnung durch eine Normenkontrolle. Während der Vizepräsident für Finanzen, Steffen Rieger, mit ruhigen Worten dem Verband stabile Finanzen attestierte, wurden auch Fragen zum derzeitigen Stand der Vereinbarungen mit Fischern gestellt und beantwortet. Und nicht zum Schluss stimmte man darin überein, auch künftig das Gewässerverzeichnis als Druckausgabe vorzuhalten. Aufgeworfene Fragen zur Leitung im Referat Castingsport werden ebenso, wie die der Wernigeröder Angelfreunde zum Erwerb von Angelberechtigungen an den Harz-Talsperren im Präsidium besprochen.

Blick zur Abstimmung

Die anschließende Stimmabgabe ergab es ein klares Votum zu allen Punkten.

  • Bericht des Präsidiums
  • Bericht der Mandatsprüfungskommission
  • Bericht der Antragskommission.
  • und zu den Modifizierungen der Beitragsrichtlinie

Im Anschluss hatten alle Delegierte die Möglichkeit die Meeres-und Raubfischangeltage zu besuchen, auf der auch der LAV mit den Magdeburger AV mit einem gemeinsamen Stand präsent waren.

Karussell der Auszeichnungen

Gerhard Jarosz Mitarbeiter Öffentlichkeitsarbeit

                                             Messeimpressionen

   

Messeimpressionen - angeregte Gespräche am Stand des LAV und des Anglermagazins Blinker