Umweltausschuss des Landtages in Sachsen-Anhalt lehnt Hilfe für Angler ab

Umweltausschuss des Landtages in Sachsen-Anhalt lehnt Hilfe für Angler ab

Nach dem durch die langanhaltende Hitze im Sommer des vergangenen Jahres auch erhebliche Verluste bei den Fischbeständen zu beklagen waren, hatte die Linksfraktion einen Antrag zur Unterstützung der Angler zur Hege und Pflege der Fischbestände in den Oberflächengewässern in den Landtag eingebracht, der diesen nach Diskussion in den Ausschuss verwies. Dieser tagte am 12. Februar.

In einer Pressemitteilung vom gleichen Tag informierte die Fraktion wie folgt:

Fraktion DIE LINKE: Koalition lehnt Unterstützung der Anglerverbände für neuen Fischbesatz ab


Zur heutigen Sitzung des Umweltausschusses erklärt der umweltpolitische Sprecher Hendrik Lange:

„Die Koalition hat Anglerinnen und Anglern, die durch die Hitze und Trockenheit des vergangenen Sommers vor große Herausforderungen gestellt wurden, heute eine Abfuhr erteilt. Landesweit war es zu einem massiven Fischsterben gekommen, was für die Fraktion DIE LINKE Anlass war, finanzielle Unterstützung für die Anglerverbände und -vereine in Sachsen-Anhalt zu beantragen, um ihnen beim Wiederaufbau naturnaher Fischbestände in den zu bewirtschaftenden Gewässern unter die Arme zu greifen.

Der konkrete Antrag, dafür im Doppelhaushalt 2020/21 eine einmalige Summe von 250.000 Euro zur Verfügung zu stellen, wurde heute im Umweltausschuss von der Koalition abgelehnt. Damit besteht keine Aussicht mehr auf Unterstützung. Die Koalition hat es an dieser Stelle verpasst, die Arbeit, die Anglerinnen und Angler für den Natur- und Artenschutz leisten, anzuerkennen. Wie wichtig es ist, dass der Landesanglerverband auch zukünftig arbeitsfähig ist und das Artenspektrum an den Gewässern des Landes nicht ausgedünnt wird, hat die Koalition schlichtweg nicht erkannt.“


Magdeburg, 12. Februar 2020
 
Katja Müller
Pressesprecherin

Anmerkung des LAV: Der Landesanglerverband Sachsen-Anhalt e. V. ist mit 1.200 Gewässern mit einer Fläche von rund 12.000 ha größter fischereilicher Bewirtschafter im Land.