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 Verbandsjugendtreffen vom 15.10. – 17.10.2010 in Saßnitz

Die Schönwetterfront zog sich pünktlich zu Beginn des 2. Verbandsjugendtreffens zurück. Sollten auch die Meeresangeltage zur Regenschlacht werden?

Alle in Halle abfahrenden Jugendlichen fanden sich pünktlich bis 9.00 Uhr in der Geschäftsstelle des Landesangler-verbandes ein.
Nur eine "Kleinigkeit" fehlte: Unser gebuchter Reisebus! Gegen 9.20 Uhr traf auch dieser ein.
Da Halles Straßen zur Zeit einer Großbaustelle ähneln, sind solche Verspätungen verständlich.
Nun ging alles ganz schnell.

Verladen des Gepäckes, Einsteigen, Verabschiedung und erfolgversprechende Worte durch unseren Präsidenten H.-P. Weineck. Abfahrt in Richtung Magdeburg um die restlichen Jugendlichen und unseren Chef der Verbandsjugend, Frank Preetz, aufzunehmen.

Mit bangen Blick auf die Uhr klingelte auch schon das Telefon, mit der Frage: "Wann kommt ihr denn in Magdeburg an?" Kurze Erklärung zur Verspätung. Leider hieß das für unsere Magdeburger, mindestens eine halbe Stunde länger frieren. Nun, die Etappe wurde gemeistert, die MD`s eingeladen und auf ging es zum Ostseebad Binz, wo uns gegen 18.00 Uhr die Jugendherberge erwartete.

Dort angekommen verlief die Zimmeraufteilung reibungslos und nach dem Abendessen trafen wir uns mit Uwe Potschka zum Bastelabend. Alle Jugendlichen lauschten U. Potschka bei seinen Ausführungen und bauten fleißig die vorgefertigten Vorfächer nach. Ungefähr eine Stunde später befanden sich alle, mehr oder weniger, auf ihren Zimmern und versuchten sich auf den morgigen Tag vorzubereiten.

Wie schon erwähnt, der Wetterbericht, vor allem der Seewetterbericht, versprach uns tolle "Surfwellen" und Regenschauer.

An Bord angekommen, erhielten wir ein reichhaltiges Frühstück, für welchen Magen das verträglich war, stellte sich später heraus. Die Crew der "Jan Cux", so hieß unser Schiff, steuerte zielgerichtet die ersten Fischgründe an. Kaum um den Leuchtturm herum geschippert, wusste nun jeder an Bord was ihn erwartete.

Wellen türmten sich zu Bergen auf und die "Jan Cux" suchte sich unaufhaltsam ihren Weg, wobei sie sämtliche Positionen einnahm.

Selbst unsere Kaffeepötte wanderten entsprechend den Schiffsbewegungen auf den Tischen herum. In kürzester Zeit verwandelten sich die Gesichter einiger Kinder in ein fahles Weiß. Nun flogen auch noch regelmäßig die Türen auf um über das Frühstück nachzudenken und eine geeignete Stelle an der Reeling zu finden.

Die Betreuer gaben nützliche Tipps um die gefürchtete Seekrankheit aufzuhalten. Nur die seeerprobte Jugend schaffte es zu angeln und hatte sogar Spaß beim Fischfang.

Eine Stunde später waren ca. 22 Kinder der Krankheit verfallen und wiesen mittlerweile eine grünliche Gesichtsfarbe auf.

Kälte und anhaltende Regenschauer nahmen den seekranken Kindern die letzte Kraft. Der Wunsch nach festem Boden unter den Füßen wurde immer lauter.

Verständnisvolle Zustimmung der seefesten Jugend, die Rückfahrt anzutreten, konnte dann auch unseren Kapitän überzeugen.

Erleichterung machte sich breit und im Hafen angekommen schmeckte auch wieder das Mittagessen.

Nach kurzer Erholungsphase in der Jugendherberge waren unsere Jugendlichen auf Erkundungstour in der Stadt Binz.

Manche bekamen vom Angeln nicht genug und probierten ihr anglerisches Können auf der Seebrücke, mit tollen Erfolgen.

So wurden Schollen, Dorsche, wobei ein Exemplar sogar 58 cm groß war, gefangen.

Am Abend war wieder ein Bastelabend geplant der mit viel Engagement von Uwe Potschka durchgeführt wurde.

Am nächsten Morgen war alles anders.

Kein Wind, das Meer war erstaunlich ruhig und auch die Sonne zeigte sich am Horizont.

Die zweite Ausfahrt wurde zu einem Angelerlebnis. Fische zappelten regelmäßig an den Ruten und jeder hatte seinen Spaß.

Gleich nach der Ausfahrt ging es noch einmal zur Jugendherberge. Dort musste alles sehr zügig verlaufen. Umziehen, Sachen packen, Essen und natürlich eine Bestenermittlung.

Es gab tolle Sachpreise sowie Pokale und jeder unserer Jugendlichen, selbst die Letzten, konnten einen kleinen Preis für die Anstrengungen der letzten Tage entgegennehmen.

Nun, auf zum Bus um die Rückreise anzutreten. Wieder in der Heimat angekommen konnte jeder seiner Familie die Erlebnisse aus seiner Sicht erzählen.

Im Namen aller Teilnehmer des Verbandsjugendtreffens, herzlichen Dank an U. Potschka, der wiederum als Sponsor und viel Herz, der Jugend zur Seite stand. Natürlich auch großen Dank an unsere Betreuer und unseren Busfahrer, der uns sicher von A nach B brachte.


"Oje, geschafft. Schnell mal ausruhen. Sieht ja aus wie ein
Ast, aber wo ist hier der Baum?"


Kathrin Gödicke

Verbandsjugend Sachsen – Anhalt

Förderhinweis: Gefördert durch das Land Sachsen – Anhalt, mit Mitteln der Fischereiabgabe.

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