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 Verbandsjugendtreffen 2007 in Parey

Vom 23.07. – 29.07.2007 fand auf dem Gelände des SAC Parey das diesjährige Verbandsjugendtreffen des LAV Sachsen-Anhalt e.V. statt. Parey war für uns dabei kein unbekanntes Gelände, letztlich sind wir hier nach 2001 schon zum zweiten Mal zu Gast.

Nachdem der Vorstand der Verbandsjugend bereits am Sonntag anreiste, um die notwendigen Vorbereitungen zu treffen, trafen ab Montag Mittag nach und nach alle Teilnehmer aus den Mitgliedsvereinen des LAV und aus unserem polnischen Partnerverband, dem PZW Katowice, auf dem Areal ein.

Für alle Teilnehmer waren die Stellplätze bereits vorgegeben und so wuchs die bunte Zeltstadt zusehends.

Viele Teilnehmer kennen sich seit Jahren, und auch die Betreuer kommen regelmäßig und gerne zu dem Zeltlager - Berührungsängste gibt es hier nicht mehr.

17:30 Uhr wurde das Lager offiziell eröffnet und die Aktivitäten der bevorstehenden Woche bekannt gegeben, während bereits der Partyservice das erste Abendessen anlieferte. Besonderheiten waren ein im Lager integrierter Angelladen und ein Getränkeverkauf, so dass man sich hier ständig mit frischen Ködern und Getränken versorgen konnte.

Nach dem Essen wurden die Angelplätze erkundet und die Gerätschaften aufgebaut, egal ob am Graben oder am Kiessee. Auf die Petrijünger warteten Karpfen und Aale, und während der Woche sollte sich die Tiefkühltruhe zusehends füllen.

Die abendliche Betreuerbesprechung wurde wie immer genutzt, die Zuständigkeiten festzu-legen und auf die Lagerordnung hinzuweisen. Bei 172 Teilnehmern müssen eben auch die Regeln klar abgesteckt werden, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Jeder teilnehmende Verein hat eine gesonderte Teilnehmermappe bekommen, in welcher alle wichtigen Informationen zusammengefasst waren, zudem musste durch den verantwortlichen Betreuer die Meldung der Starter für die meldepflichtigen Veranstaltungen erfolgen.

Der Veranstaltungsplan sah für die Woche wieder ein abwechslungsreiches und teilweise seit Jahren erprobtes Programm vor, darunter ein Hegefischen im Kanal, eine Schulung in der Ersten Hilfe, ein Sportfest, ein Wettrudern, ein Volleyballturnier, eine Juxstaffel und Tipps durch erfahrene Angler im Fischen mit der Matchrute und im Angeln mit Kunstköder.

Durch den anwesenden Referenten für Casting, Wolfgang Maisel, wurde eine fachlich fundierte Möglichkeit geschaffen, sich näher mit dem Castingsport zu beschäftigen, sei es zum individuellen Training für die Profis oder dem erstmaligen Kontakt mit dieser Form des Angelns. Alle Disziplinen waren aufgebaut worden, so dass der Weitwurf, Gewicht Ziel & Präzision oder Fliege Ziel trainiert werden konnten.

Für die leiblichen Höhepunkte waren 3 Grillabende, Stockbrot und Schwein vom Grill geplant. Die Verpflegung erfolgte durch den ortsansässigen Partyservice, mit dem wir bereits 2001 gute Erfahrungen machen konnten.

Der Wetterbericht verhieß für die Woche nichts Gutes, und so hatten wir das erste Mal in 9 Jahren richtig Pech. Angefangen von Sturm und Regen am Dienstag abend beim Grillen, wo so manch Vorzelt zerstört wurde, bis hin zu immer wiederkehrenden Regenschauern und Windböen. Doch was echte Naturburschen sind, hat man sich dem Wetter nicht gebeugt, sondern das Beste daraus gemacht.

Für unsere polnischen Gäste hatten wir als Überraschung die Möglichkeit getroffen, Forellen für die Abschlussfeier direkt beim Fischer Marx in Wüstenjerichow mit der Angel zu fangen.

Das Fanglimit war schnell erreicht und nachdem die Fische waidgerecht versorgt waren, ging es zurück ins Lager, wo die Fische zum Räuchern vorbereitet wurden.

Dass man auf seine mitgebrachten Angelgeräte auch entsprechend aufpassen muss, und diese nicht einfach am Angelplatz unbewacht liegen lässt, lernten einige Sportsfreunde leider zu spät. Gelegenheit macht bekanntlich Diebe – glücklicherweise kamen diese nicht aus den eigenen Reihen, was wir auch nicht anders erwartet hatten. Künftig wird man hier sicher mehr Sorgfalt walten lassen.

Die Woche verging wie im Fluge, sicher gab es hier und da kleinere Pannen und Probleme, doch das ist für eine Live-Veranstaltung normal. Gut kam wohl auch das erstmals angebotene Stockbrotbacken am Lagerfeuer an. Viele standen mit ihren Stöckern um das Feuer herum um im Feuerschein ihren Teig langsam zu backen.

Alle geplanten Veranstaltungen wurden trotz des Wetters durchgeführt, wenn auch teilweise in 2 Durchgängen, da der vorhandene Platz, wie beim Hegefischen, nicht ausreichte. Dadurch konnten leider nur die jüngeren Teilnehmer an der Vorführung der „Ersten Hilfe“ für Angler teilnehmen. Aus Magdeburg war extra ein Team der Malteser mit einem Transportwagen angereist. Den interessierten Teilnehmern wurde der Aufbau und die medizinischen Möglichkeiten eines solchen Fahrzeugs erläutert. Das am Wasser oder auf dem Weg dorthin auch manch Verletzung auftreten kann, mussten wir selbst bei unseren Veranstaltungen schon erleben. Wie man in derartigen Fällen richtig handelt, wurde anschließend beim praktischen Training geübt.

Wetterbedingt verschoben wurde die für Freitagvormittag geplante Juxstaffel, jedoch wurde diese dann unter Beteiligung der gemeldeten Mannschaften mit ihren Betreuern am Nachmittag nachgeholt. Die als Wasserballons getarnten Geldsäcke waren aber scheinbar noch nicht prall genug gefüllt, jedenfalls platzten für meine Begriffe nicht genug beim Fangen.

Für die verspätete Durchführung der Staffel wurde das Gesprächsforum mit Mitgliedern des Präsidiums des LAV Sachsen-Anhalt etwas verschoben.

Wie gewohnt versammelten sich dann aber im Anschluss alle Lagerteilnehmer, um ihre Fragen zu verbandsinternen Vorgängen und Problemen an das Präsidium zu richten und darüber zu diskutieren.

Im Anschluss ging es gemeinsam und mit Müllsäcken bewaffnet an die beiden Angelge-wässer und auf das Veranstaltungsgelände, wo der zahlreich herumliegende Müll aufgelesen wurde.

Abends folgte das Volleyballländerspiel Deutschland gegen Polen. Nachdem sich im Vorfeld bereits ein polnischer Jugendlicher verletzt hatte und ausfiel, durfte jede Mannschaft einen Betreuer mit aufstellen. Es war ein recht ansehnliches Spiel, welches der Gastgeber knapp aber verdient mit 3:2 für sich entscheiden konnte.

Die Vorführungen unserer Profis im Angeln mit der Matchrute bzw. beim Fischen mit Kunstködern verliefen sicher auch nicht so, wie man es erwartet hatte. Die beiden Matchangler hatten sichtlich Mühe mit dem unbekannten und unerwartet tiefen Gewässer. Der Waggler lief und lief, und am Ende der Schlagschnur war noch jede Menge Wasser übrig. Jeder der wenigen Fische musste somit hart mit der 13 Meter Steckrute erkämpft werden. Ähnlich stellte sich die Situation beim Kunstköderfischen dar. Lediglich ein kleiner Barsch konnte dem Gummi nicht wiederstehen.

Trotzdem waren der Einsatz und das Engagement bei der Vorführung wieder vorbildlich. Viele Tipps und Kniffe für unsere Kinder wurden gegeben und waren am Ende sicher wichtiger als der Erfolg beim Angeln, denn auch Profis sind nur Menschen!



Am Samstag fand das obligatorische Sportfest statt, und mit diesem die Klassiker im Teebeutelweitwurf, im Dart und im Sportschiessen. Neue Rekorde gab es nicht, denn das Wetter spielte wieder nicht mit. Aus einem grauen Himmel regnete es ununterbrochen.

Nach dem Mittagessen lockerte es dann doch kurz auf, so dass man doch noch die Transparente kreieren und das geplante Volleyballspiel Betreuer gegen eine Jugendauswahl starten konnte. Um es kurz zu machen, die Betreuer ließen die Jugendlichen, des Lagerfriedens wegen, knapp mit 3:0 gewinnen J.

In der Zwischenzeit wurde durch Uwe Tempel die große Siegerehrung vorbereitet. Viele Sachpreise und Pokale winkten den Erfolgreichen in den durchgeführten Einzel- und Mannschaftswettbewerben. Hier gilt es auch endlich den zahlreichen Sponsoren Dank zu sagen, durch deren Großzügigkeit hier manch Sachpreis bereitgestellt wurde, und die Jahr für Jahr mit zum Gelingen unserer Verbandsjugendtreffen beitragen.

Vor der ersehnten Auswertung wurde aber zunächst noch zünftig gespeist. Es gab Schwein vom Grill, ebenfalls gesponsert, sowie Steaks & Würstchen, geräucherte Forellen & Aale, Salate & Obst.

Stolz nahmen die erfolgreichen Starter anschließend ihre Pokale und Medaillen entgegen, und oft waren sie sogar mehrfach erfolgreich.



Nachdem alle Pokale, Medaillen und Sachpreise verteilt waren, galt der Dank den Organisatoren, den Betreuern, den zahlreichen Helfern und dem gastgebenden SAC Parey für ihre Mühe.

Dem Dank an den gastgebenden SAC Parey schloss sich dann noch unter dem Jubel des nächsten Gastgebers die Bekanntgabe des Zieles für das Verbandsjugendtreffen 2008 an: Nach 2003 werden wir also 2008 wieder beim ASV Halberstadt am Halberstädter See zu Gast sein.

Karpfen- und zanderreiche Gewässer warten dort auf uns, und das der ASV ein hervorragen-der Gastgeber ist, hatte er bereits 2003 unter Beweis gestellt!

Die Abschlussparty fiel sprichwörtlich ins Wasser und musste kurzfristig in das Vereinsheim verlegt werden, was aber der Stimmung nicht schadete.

Auch die Demonstration des Fischens mit speziell ausgebildeten Jagdbarschen musste im Regen stattfinden. Vom Wetter etwas irritiert, machten sich die teuren Jäger schleunigst aus dem Staube, statt sich, wie vorgesehen, dem Training mit den interessierten Junganglern zu stellen. Bei einem Preis von 100,00 € pro Stück eine kostspielige Angelegenheit. Das Angeln mit Jagdbarschen ist eben eine sensible Angeltechnik, und vielleicht bietet sich im kommen-den Jahr eine erneute Chance, diese wenig bekannte Technik zu demonstrieren!

Lang geplant und vorbereitet, ging dann um Mitternacht das Licht aus und eine Geburtstags-torte mit brennenden Kerzen wurde unter einem „Happy Birthday“ dem sichtlich gerührten Marvin aus Magdeburg überreicht – damit hatte er wohl nicht gerechnet, und so freuten auch wir uns über die gelungene Überraschung, auch wenn ich leider kein Stückchen der Schwarzwälder Torte abbekam.

Erst spät, spät in der Nacht, oder sollte ich sagen früh am Morgen, zog endlich Ruhe über den Kiessee Parey ein.

Am Sonntag verschwand die Zeltstadt dann genau so schnell, wie sie 6 Tage zuvor entstanden war, und gegen Mittag traten dann auch die Organisatoren erschöpft ihre Heimreise an.

Do widzenia w Halberstadt 2008
Auf Wiedersehen in Halberstadt 2008

Frank Preetz
( Verbandsjugend Sachsen-Anhalt )

Bildquellen:
Frank Preetz ( Verbandsjugend LAV Sachsen-Anhalt )
Heike Guse ( KAV Wittenberg e.V. )


Diese Jugendmassnahme wurde gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt mit Mitteln der Fischereiabgabe.
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