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Verbandsjugendtreffen 2006 in Kiel |
Am Freitag, den 20.10.2006 war es wieder mal so weit. Pünktlich um 9:00 Uhr startete von der Geschäftsstelle des LAV Sachsen-Anhalt in Halle ein Reisebus mit 13 erwartungsvollen Kindern und Jugendlichen unseres Verbandes an Bord - Ziel Kiel.
Doch zunächst wurde noch die Landeshauptstadt Magdeburg als zentrale Abfahrtsstelle der nördlichen Vereine angefahren, wo der weit größere Teil der Fahrgäste schon sehnlichst wartete. Um 11:00 Uhr waren letztlich alle Taschen, Koffer, Ruten und Kühltaschen verstaut, und es ging auf gen Norden. Nach den erforderlichen Pausen an der Raststätte Lehrter See und vor Hamburg rückte der Hamburger Elbtunnel und damit Staugefahr Nummer 1 näher, doch Stau gab es lediglich Richtung Süden dafür aber ordentlich, doch das konnte uns nicht jucken. Wir fuhren straff weiter und kamen schließlich gegen 16:15 Uhr in der Jugendherberge Kiel an. Schnell waren die Zimmer verteilt, die Klamotten verstaut und man traf sich zum gemeinsamen Abendessen im Speisesaal. Für viele sicher ungewohnt, war man hierbei selber für das Eindecken, Abräumen und Säubern der Tische zuständig, denn Mutti war weit weg!
Abends gab es dann den obligatorischen Bastelabend und somit Gelegenheit für jedermann, seine Montagen zu bauen, zu ergänzen oder einfach nur günstig Köder und Zubehör für die anstehenden Ausfahrten auf die Ostsee zu erwerben. Viele nutzten die Chance, sich mit neuen Pilkern auszustatten und den Tipps der Profis zu lauschen.
Am nächsten Morgen ging es dann äußerst pünktlich (und vollzählig) um 6:30 Uhr los nach Kiel Laboe. Das Schiff lag ruhig am Pier und die Plätze wurden für die anschließende Platzvergabe vorbereitet. Jeder zog sein Los und platzierte seine Ausrüstung am richtigen Platz, bevor es zum frühstücken in den Fahrgastraum ging. Dort warteten schon frisch belegte Brötchen mit Mett, Käse, Salami oder Fleischwurst und Kaffee auf die hungrigen Angler.

Das Wetter sollte, wie auch im Binnenland, eigentlich zu warm und zu windarm werden. Man konnte quasi im T-Shirt angeln ohne zu frieren. Dies schlug sich dann wohl letztlich auch auf die Beißlaune der Fische nieder, denn viel gab es nicht zu bestaunen. Gegen Mittag war dann der ausgeloste Platzwechsel angesagt, dem das Mittagessen folgte. Zur Auswahl standen Suppe, Boulette (sorry - Frikadelle natürlich) oder Würstchen. Dank des geringen Seeganges bleib es auch allen erspart, sich im nachhinein wieder vom Mittagessen trennen zu müssen.

Nicht nur, dass die Dorsche schlecht bissen, nein es waren auch noch genug Futterfische in Form von „Holzmakrelen“ vorhanden, an denen sich die Dorsche wohl satt fraßen. So war es trotz aller Bemühungen und diversen Platzwechseln vom Kapitän Gunter nur eine magere Ausbeute, die man am Ende vorweisen konnte.
Einige fingen ihren aller ersten Dorsch und die beiden größten Dorsche maßen stattliche 77 cm, aber das war es dann auch schon.

Der traurige Rest war schnell verwogen und filetiert.
So traten wohl einige etwas enttäuscht die Busfahrt in die Jugendherberge an, wo man sich nach einer reinigenden Dusche wieder zum Abendessen traf.
Zumindest hatte die Seeluft zur Folge, dass es eine etwas ruhigere Nacht wurde und am nächsten Morgen standen alle wieder pünktlich am Bus, schließlich musste man vorher noch die Zimmer räumen. Alles Gepäck konnte in einem separaten Raum verstaut werden
Die Ausfahrt selber begann wie schon am Samstag mit frischem duftendem Kaffee und leckeren Brötchen. Der Tag war wieder wunderschön, doch die Fangergebnisse blieben noch unter denen des Vortages.

Langsam bereuten es wohl einige, dass sie im letzten Jahr lauthals gefordert hatten, das Verbandsjugendtreffen in die Ferien zu legen. Ich denke nächstes Jahr wird man sich wieder über einen Termin im November/Dezember unterhalten müssen.
Mittages wurde zwar wieder der Platz gewechselt, aber was macht das schon, wenn keine Fische beißen.
So ging es wieder zurück in die Jugendherberge, wo man nochmals die Gelegenheit hatte, kurz zu duschen und die Kleidung zu wechseln. Dazu erhielten alle den Schlüssel zum Vorraum der Zimmer zurück ein Entgegenkommen der Jugendherberge. In der Zwischenzeit bereiteten die Betreuer die Auswertung und Siegerehrung vor. Die erfolgreichsten und aktivsten Jugendlichen wurden in mehreren Kategorien mit Pokalen und Sachpreisen geehrt.
Das anschließende Abendessen bildete dann quasi den Abschluss der Veranstaltung.
Nachdem der Bus dann neu und nach systemtechnischen Gesichtspunkten der angefahrenen Stationen in Magdeburg und Halle beladen worden war und alle Teilnehmer im Bus saßen, war die letzte Frage an der Rezeption, ob denn nun auch wieder alle Zimmerschlüssel abgegeben worden waren. Wen verwundert es, dass dies natürlich nicht der Fall war. Es fehlte genau ein Schlüssel. Also, zurück zum Bus und direkt bei der Truppe nachgefragt, die den Schlüssel bekommen hatten. Und nun begann die mühselige Suche, die letztlich darin endete, dass der komplette Bus auf der Suche nach der Reisetasche mit hoffentlich dem Schlüssel darin wieder entladen wurde. Und genau dort wo er vermutet wurde, befand er sich dann auch. So traten wir mit 30 Minuten Verspätung die Rückfahrt an. Wir wollen ja keine Namen nennen, aber auf die geforderte „Runde“ für diesen Akt warten wir natürlich noch immer. Die Rückfahrt verlief ohne weitere Zwischenfälle und bei Filmen, wie „Das kleine Arschloch“, auch recht amüsant. Trotzdem kamen wir, aber warum eigentlich, mit 90 Minuten Verspätung in Magdeburg an. Aber egal, alle waren wohlbehalten zurück und konnten ja schließlich, bis auf die Betreuer, am nächsten Tag ausschlafen.
Ich denke trotz aller Misserfolge hat es Spaß gemacht und man sieht sich 2007 sicher wieder.
Für die Verbandsjugend
Frank Preetz
Diese Jugendmassnahme wurde gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt mit Mitteln der Fischereiabgabe.
