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Sport und Angeln in Sachsen-Anhalt - Casting
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Castingsport - der Wurfsport der Angler
Mit der Entwicklung von Angelgeräten ist auch eng die Entwicklung eines Sports verbunden, der heute als Castingsport bekannt ist. Der Sinn besteht darin, einen Wettbewerb zu veranstalten, der werferisches Können und optimiertes Angelgerät der Teilnehmer erfordert.
Dabei geht es immer um eine Mischung aus Zielwurf- und Weitwurf-disziplinen. Man wirft dabei auf Ziel und Weite, ein- oder zweihändig, mit Gewicht oder Fliege, mit Multi- oder Stationärrolle. Turniere gab es wohl schon im 19.Jahrhundert, aber erst in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelten sich Regeln und Strukturen in den Angler-verbänden, die ernsthafte Meisterschaften zuließen.
Der klassische Castingsport (nach Regeln der Int. Castingsportförderation ICSF) wird mit Einzeldisziplinen und Mehrkämpfen in Ziel- und Weitwurf-disziplinen ausgetragen.
Die Regeln sind so aufgestellt, das man Turniere auf einem normaler Sportplatz austragen kann. Es gibt zwar noch weitere Formen des Castingsports, wie das Weitwerfen der Brandungsangler mit Gewichten von über 100g, aber diese unterliegen nicht dem Regelwerk der ICSF. Bei Wurfweiten von über 200m werden dabei völlig andere Anforderungen an die Geräte, die Sicherheitsvorkehrungen und das Turniergelände gestellt.
Seit 1957 gibt es auch ständig Welt- und Europameisterschaften. Von der ersten Stunde an gehörten deutsche Sportler zu den Schrittmachern und auch aus der Region des heutigen Sachsen-Anhalt waren ständig Sportler dabei. Derzeit findet die Weltmeisterschaft in den geraden Jahren, die Europameisterschaft in den ungeraden Jahren statt.
Für die Jugend gibt es jedes Jahr eine Europameisterschaft im Fünfkampf. Das heutige Regelwerk mit den aktuellen 9 Disziplinen stammt aus dem Jahr 1993 ,seit 1994 werden die Plastikwurfgewichte auch für das Weitwerfen verwendet. Danach gab es noch einige kleinere Regeländerungen. Dieses Regelwerk der ICSF (Internationale Castingsport Förderation) bildet die Grundlage für die Turniere auf nationaler und internationaler Eben. Von 1981 bis 2005 waren die Castingsportler auch bei den Worldgames, den Spielen der nicht-olympischen Sportarten vertreten.
Der einfachste Mehrkampf für Einsteiger ist der Gewicht-Dreikampf. Dazu benötigt man ein Arenbergtuch mit Zielkern, 5 gelbe Skishscheiben, einen Wurfsektor als Bahnbegrenzung und ein paar Startbretter.
Eine kurze Einhandzielrute, eine längere Einhandweitwurfrute und die 7,5g schweren Standardplastikgewichte, mehr benötigt man für den Anfang nicht.
Mit Unterhand-, Überkopf und den Seitwürfen von rechts und links kommt man als Anfänger schon aus. Wer dann noch einhändiges Ziel- und Weitwerfen mit Fliege und Flugschnur erlernt, der ist schon in der Lage den Standard-mehrkampf des Castingsports, den Fünfkampf, zu werfen.
Im Winter wird auch in der Sporthalle geworfen, wobei man wegen den beengten Platzverhältnissen oft einen vereinfachten Bahnaufbau verwendet. Überwiegend finden die Wettbewerbe dann nur in den Zieldisziplinen 3, 4 und 8 statt. Da es dort keinen Wind gibt, befinden sich dann die Startplätze auf einer Linie hintereinander.
Der Weitwurfsektor für die Disziplinen 2, 5, 6, 7, 9 ist bei 100m Länge 50m breit.
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