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Sport und Angeln in Sachsen-Anhalt - Casting


Castingsport-Regelwerk der ICSF in Kurzfassung

Mit den nachfolgenden Ausführungen soll eine Kurzfassung des Regelwerks und der Ablauf der 9 Einzeldisziplinen vorgestellt werden.


 Disziplin 1 Fliege Ziel

Bahn: Podest 1,5 x 1,2m, 0,5m hoch 5 Wasser-schalen mit einem Durchmesser von 60cm und 3cm Randhöhe in einer Entfernung von 8-13m vom vorderen Podestrand

Gerät: Rute bis max. 3m Länge Flugschnur mindestens 13,5m lang, max. 38g schwer, Vorfach mindestens 1,8 m lang, Turnierfliege, Fliegenrolle an der Rute befestigt.

Am Start steht der Werfer mit der Fliege in der Hand. Die Flugschnur muß auf maximal Rutenlänge eingezogen sein (Vorfach nicht mit einbegriffen). Es wird mit den Trockenwürfen in der Reihenfolge 3-1-4-2-5-3-1-4-2-5 begonnen.
Dabei muß zwischen jeder Ablage mindestens ein Leer- oder Luftschwung erfolgen. Alle Würfe sind in einem Durchgang zu absolvieren, die Flugschnur darf dabei nur während der Wurfbewegung verlängert und verkürzt werden.

Nach dem letzten Trockenwurf auf die 5. Schale zieht der Werfer die Schnur auf Höhe der 1. Schale ein und beginnt mit den Naßwürfen in der Reihenfolge 1-2-3-4-5-1-2-3-4-5. Während dieses Durchganges darf kein Leer- oder Luftwurf erfolgen.

Zeit: insgesamt 5 Minuten 30 Sekunden

nach obenWertung: je Treffer 5 Punkte Maximalpunktzahl: 100



 Disziplin 2 Fliege Weit Einhand

Bahn: Podest 1,5 x 1,2m, 0,5m hoch Wurfsektor

Gerät: Rute bis max. 3m lang, Flugschnur mindestens 15m lang, max. 38g schwer (Damen 13,5m / 34g ), Fliegenrolle an der Rute befestigt, Vorfach mindestens 1,8m bis max. 3,0m lang, Turnierfliege

Der Aktive hat 6 min Zeit Würfe zu absolvieren. Hier zählt der beste Wurf für die Einzelwertung, die beiden besten Würfe für den Mehrkampf: 1 m = 1 Punkt

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 Für die folgenden 3 Disziplinen mit dem 7,5 g-Plastikgewicht gelten
 die folgenden allgemeinen Gerätevorschriften

Rute 1,37m bis 2,50m Länge, mindestens 3 Schnurlauf- und ein Spitzenring, Monofilschnur mit beliebigem gleichmäßiger Durchmesser über die gesamte Länge (mindestens 20m), weißes 7,5g-Plastikgewicht , beliebige Stationärrolle mit Gebrauchsspule

Als Zielwurfgerät kommt meistens eine ca. 1,50 m lange Einhandrute mit einer leichten Stationärrolle, 0,18-0,22 mm Monofilschnur und 7,5 g Plastikgewicht zum Einsatz. Es muss mit einundderselben Hand geworfen und gebremst werden.
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 Disziplin 3 Gewicht Präzision

Ziel ist die Arenbergscheibe mit einem schwarzen Zielkern von 75cm Durch-messer, im Abstand von 30cm folgen weitere 2cm breite weiße Zielringe.

Es sind jeweils 2 Würfe von den 5 im Viertelkreis angeordneten Startplätzen auf eine Arenbergscheibe (Zieltuch) mit vorgeschriebenen Wurfarten bei folgenden Entfernungen in der angegebenen Reihenfolge zu absolvieren:

  • 10m - Unterhand (Pendel-) wurf
  • 12m - Seitwurf, von rechts
  • 18m - Überkopfwurf (mit Rückenwind aufgebaut)
  • 14m - Seitwurf, von links
  • 16m - beliebiger Stil

Das Anschleppen des Gewichtes aus dem Gras ist untersagt.

Wertung: 10-8-6-4-2 Punkte Zeit: 5 min Maximalpunktzahl: 100

Anmerkung: Teilweise werden die Startbretter der Seitenwürfe im 5m-Abstand zu den Startbrettern von Unterhand bzw. beliebig aufgebaut. Dadurch ist der Bahnaufbau dann auch eindeutig.nach oben



 Disziplin 4 Gewicht Ziel

Es wird auf 5 geneigte (vorne 5cm, hinten 17cm Höhe), gelbe Scheiben von
76 cm Durchmesser in einer Entfernung von 10, 12, 14, 16, 18m in 2 Durchgängen je 2-mal, insgesamt 20 mal geworfen, je Treffer gibt es 5 Punkte.

Die Wurftechnik ist beliebig. Untersagt sind Katapult- und Schleuderwürfe.

Wertung: je Treffer 5 Punkte

Zeit: 8 min

Maximalpunktzahl: 100

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 Disziplin 5 Gewicht Weit Einhand 7,5g

Der Werfer benutzt eine möglichst lange Einhandwurfrute (max. 2,5m) mit kurzem Griff, Endring, mindestens 3 Laufringen und mittlerer Stationärrolle.

Die Monofilschnur muß einen gleichmäßigen Durchmesser über die gesamte Länge von mindestens 0,18mm ohne Toleranz nach unten besitzen. Seit 1994 wird auch hier das genormte Plastikgewicht 7,5g verwendet.

Die Wurfbahn besteht aus dem Startbrett 1,5m lang, max. 10cm hoch und dem Wurfsektor. Die Anlauflänge ist auf 5 m begrenzt.

Jeder Werfer hat 3 Versuche, die innerhalb der Riege in 3 Durchgängen zu absolvieren sind. Vor dem Abwurf darf der Werfer sich max. 2 x um die eigene Körperachse drehen.

Schleuderwürfe sind untersagt.

Wertung bester Wurf 1 m = 1,5 Punktenach oben



 Disziplin 6 Fliege Weit Zweihand (Lachsfliege)

Bahn: Podest 1,5 x 1,2m, 0,5m hoch, Wurfsektor

Gerät: Rute bis max. 5,2m Länge, Flugschnur mindestens 15m lang, max. 120g schwer, Fliegenrolle, Vorfach mindestens1,8 m, max. 5,2m lang, Turnierfliege.

Der Werfer hat für seine Würfe insgesamt 7 Minuten Zeit.

Der weiteste Wurf zählt für die Einzelwertung, die beiden weitesten für den Mehrkampf.

1m = 1 Pkt.
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 Disziplin 7 Gewicht Weit Zweihand 18g

Gerät: Rute, Stationärrolle beliebig, Laufschnur mit mindestens 0,25mm
Durchmesser auf der gesamten Länge, Vorfach mit 0,35mm Mindestdurch-
messer und 18g-Plastikgewicht.

Die Wurfbahn besteht aus dem Startbrett 1,5m lang, max. 10cm hoch, max. 5m Anlauf und dem Wurfsektor. Jeder Werfer hat 3 Versuche,die in 3 Durchgängen zu absolvieren sind.

Schleuderwürfe sind untersagt.

Wertung bester Wurf, 1m = 1,5 Punkte
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 Disziplin 8 Multi Ziel

Gerät: Rute beliebig, bliebige Multirolle mit Gebrauchsspule, Schnur auf der gesamten Länge mit gleichem Durchmesser (mindestens 22m), 18g-Plastikgewicht weiß.

Es wird auf 5 geneigte (vorne 5cm hinten 17cm Höhe), gelbe Scheiben von
76 cm Durchmesser in einer Entfernung von 12-20m in 2 Durchgängen je 2-mal, insgesamt 20 mal geworfen. Die Wurftechnik ist beliebig.

Wertung: je Treffer 5 Punkte

Zeit: 8 min

Maximalpunktzahl: 100

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 Disziplin 9 Multi Weit zweihand 18g

Gerät: Rute beliebig, bliebige Multirolle, Schnur mit mindestens 0,25mm Durchmesser auf der gesamten Länge, Vorfach mit 0,35mm Mindestdurchmesser und 18g-Plastikgewicht.

Die Wurfbahn besteht aus dem Startbrett 1,5m lang, max. 10cm hoch, max. 5 m Anlauf und dem Wurfsektor. Jeder Werfer hat 3 Versuche, die in 3 Durchgängen zu werfen sind.

Spätestens 2 Minuten nach Wurf-vollendung muß der Startplatz geräumt sein.

Wertung: bester Wurf 1 m = 1,5 Punkte

Für die 2 Turniergewichte gibt es einen genauen Standard, der aus einer Tropfenform mit folgenden Maßen besteht:

Der Startplatz in den Gewicht-Disziplinen besteht aus einem max. 10 cm hohen Startbrett, welches 1 m (Zielwerfen) bzw. 1,5m lang ist. In den Fliegedisziplinen erfolgt der Start von einem 50cm hohen Podest, welches 1,5m lang und 1,2m breit ist.

Hier noch ein paar Hinweise zur Wurftechnik und Wurfausführung:

(1) Katapultwurf ist ein Wurf, bei dem die Rute durch Ziehen am Gewicht gespannt und auf das Ziel katapultiert wird.

(2) Schleuderwurf ist ein Wurf, bei dem der Werfer zum Erzielen von Fliehkraft das Gewicht mehr als einmal in eine kreisende Bewegung versetzt. Diese beiden Wurfarten sind in allen Disziplinen mit dem Gewicht untersagt!

(3) Der Werfer muß bei der Wurfabgabe mit mindestens einem Fuß hinter dem Startbrett stehen. Dabei darf er den Boden vor dem Startbrett bzw. dessen Verlängerungslinie mit dem Körper oder dem Gewicht nicht berühren.
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 Mehrkampfwertungen

Einzelwertung gibt es international in folgenden Mehrkämpfen mit den Disziplinen:

Damen Fünfkampf (1-5) Allround (1-5+8+9)
Herren Fünfkampf (1-5) Siebenkampf (1-7) Allround (1-9)
Jugend Fünfkampf (1-5)

Mannschaftswertung:
Damen und weibl. Jugend 2 Sportler Fünfkampf
Herren und männl. Jugend 4 Sportler Fünfkampf


Damit wären die wesentlichen Regeln für den Castingsport in einem groben Überblick zusammengefaßt.



 Aufbau der 9 Castingdisziplinen auf einem Sportplatz

Klaus-J. Bruder, Aschersleben im März 2007

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